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Hardholz

Stephan "Fickel" Buchfeld - voc

Lutz Edelhäuser - git, voc

Michael Brill - bg

Frank Brill - dr

Maik Wetzel - git

 

Nach dem Ende von Stollwerk folgte ein frustreiches Jahr ohne Band. Geübt wurde sehr zur Freude der Nachbarn wieder in der Neubauwohnung. Irgendwann, etwa Ende 1994, erblickte Maik dann die Suchanzeige der Band Hardholz. 

Hardholz war eine DER Heavy Metal Bands in der DDR. Die Band galt (zumindest bei Maik) bis zu diesem Zeitpunkt als professionell und unerreichbar. Hardholz hatte es geschafft in der DDR Songs für´s Radio zu produzieren, die sich sogar in Wertungssendungen gut platzierten. Die Songs erschienen in der Nachwendezeit noch auf diversen Ost-Samplern. 

Maik stellte sich vor und wurde genommen. Im Schnitt waren alle anderen Bandmitglieder ca. 10 Jahre älter als er. Außerdem passte Maik schon rein outfitmäßig nicht wirklich ins Bandbild (keine langen Haare!!!). Geprobt wurde in Tambach-Dietharz im Keller irgendeiner Firma. Der eigentliche Proberaum war dabei aus akustischen Gründen mit Stoff so abgehangen, dass alles an den Aufbahrungsraum eines Bestattungsinstituts erinnerte.  Vielleicht war dies auch bewusst so gemacht, um dem düsteren Heavy Metal Klischee besser zu entsprechen. 

Die Musik von Hardholz erinnerte sehr stark an Bands wie Metallica oder Iron Maiden. Charakteristisch für den Bandsound waren neben wuchtigen Double-Bass-Passagen,  fetten Riff´s und dem filigranen Bassspiel ganz besonders die zweistimmigen Gitarrensolos. Die Band war anders! Die Kraft und Wucht der Musik war interessant, auch wenn Maik unter Hard´n Heavy zu dieser Zeit eher Sachen wie Rush, Satriani, Vai u.s.w. verstand. In Tambach-Dietharz war die Zeit etwas stehengeblieben....

Trotzdem waren die (relativ wenigen) Muggen interessant.

Höhepunkt war ganz sicher die Produktion einer Demo-CD quasi im eigenen Studio. Produziert wurde auf einer 8-Spur-Maschine. Waren die ersten 8 Spuren voll wurde auf 2 Spuren gemastert, so dass man noch einmal 6 spuren gewinnt. Heute, in der Zeit des Digital-Recordings und der Studio´s auf Notebooks kaum noch vorstellbar.

Maik hat  zum ersten Mal Studioarbeit kennengelernt und viele unbezahlbare Erfahrungen gesammelt. Das Ergebnis ist unter heutigen Qualitätsmaßstäben sicher nicht mehr wahnsinnig beeindruckend, dokumentiert aber doch recht gut den damaligen Ist-Stand hinsichtlich Sound und Spielweise. Maik´s Einflüsse sind an manchen Stellen des entstandenen Albums überdeutlich zu hören. auch als Komponist ist er mit zwei Songs vertreten, distanziert sich aber heute von der arrangementmäßigen Umsetzung.

Nach etwa einem Jahr stellte man übereinstimmend fest, dass man sich wohl doch in unterschiedliche Richtungen entwickeln wollte und trennte sich.

 

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